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Veröffentlicht am: 30.06.2022

Rückblick zur Sommernacht der jüdischen Musik


Ein lauer Sommerabend, Musiker aus Großbritannien, Türkei, Griechenland, USA, Niederlande und Deutschland, eine Wissenschaftlerin der Universität Halle-Wittenberg, ein betagtes französisches Automobil, liebevoll umgebaut zu einem fahrenden Kiosk mit köstlichen Speisen und Getränken, und wissbegierige Eisenberger sind die idealen Zutaten für eine Sommernacht der jüdischen Musik in Eisenberg.
Mit Maloche hat es nichts zu tun, wenn sich Ische und Scheeks im Scheithof einfinden. Eine Location, wie gebaut für diesen Abend. Drinnen erfahren die Gäste von Dr. Diana Matut, woher Wörter wie Schickse oder Mischpoke kommen, warum es das Westjiddish nicht mehr gibt und wie das Ostjiddish entstand. Der eine oder andere Gast steuert eigenen Sprachschatz oder Eisenberger Besonderheiten bei. Diana Matuts Freude am Thema steckt an.
Und dann? Man glaubt es kaum, hält es die Eisenberger bei Renaissance- und Barockmusik mit "Simkhat hanefesh" kaum noch auf ihren Stühlen. "Freude der Seele" heißt diese außergewöhnliche Gruppe und, sie ist es auch.
Später dann, es dämmert bereits, spielen KaraYam auf. Soundwaves from the Black Sea. Die Zuhörer sitzen auf den Stufen, lauschen der Musik, trinken ihr Bier oder ihren Wein. Jiddische, türkische und griechische Melodien im Trialog. Die Musiker holen alles und noch mehr aus ihren Instrumenten heraus, ihre Freude am Spiel überträgt sich aufs Publikum.

Ein besonderer, internationaler Abend in Eisenberg. Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst.

Text: Kreisvolkshochschule Saale-Holzland e.V.

Die Sommernach der jüdischen Musik war eine gemeinsame Veranstaltung der Kreisvolkshochschule Saale-Holzland e. V., der Stadt Eisenberg mit freundlicher Unterstützung der Waldkliniken Eisenberg.