Neue Sirenen in Eisenberg: Was die Signale bedeuten

Fünf Standorte, regelmäßige Probealarme und wichtige Hinweise für das richtige Verhalten bei Sirenenalarm.

Bild

21.05.2026

Die Stadt Eisenberg hat ein neues Sirenenwarnnetz aufgebaut, das künftig die Bevölkerung bei besonderen Gefahrenlagen schnell und zuverlässig warnen soll. Fünf moderne Sirenenanlagen wurden installiert – im Bereich An der Teufelshohle, in der Saasaer Straße, in der Mühlenstraße, im Steinweg sowie im Ortsteil Kursdorf. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 130.000 Euro; etwa 50.530 Euro wurden durch Fördermittel des Landes Thüringen finanziert, den übrigen Anteil trägt die Stadt Eisenberg.

Zum Einsatz kommen die Sirenen bei besonderen Schadenslagen und nicht bei jedem Feuerwehreinsatz. Dazu zählen unter anderem Hochwasser, schwere Unwetter, Großbrände, Industriebrände mit gefährlicher Rauchentwicklung, Waldbrände oder der Austritt gefährlicher Stoffe. Die Sirenen ergänzen andere Warnmittel wie Radio, Rundfunkdurchsagen und Warn-Apps und sind besonders dann wichtig, wenn Mobiltelefone ausgeschaltet sind, kein Empfang besteht oder das Internet gestört ist.

Am 20. Mai 2026 wurde das neue System um 15 Uhr erstmals im Rahmen eines Probealarms getestet. Ab sofort finden alle zwei Wochen mittwochs um 15 Uhr regelmäßige Probealarme statt, um die Funktionsfähigkeit der Technik zu überprüfen und die Bürgerinnen und Bürger mit den Signalen vertraut zu machen.

Das sind die landeseinheitlichen Signaltöne:

  • Signalprobe: kurzer Ton von etwa 12 Sekunden Dauer.
  • Feueralarm: drei Töne von jeweils rund 12 Sekunden mit kurzen Pausen.
  • Warnung vor Gefahr: auf- und abschwellender Heulton von rund 60 Sekunden; sofort Informationsmedien einschalten.
  • Entwarnung: durchgehender Dauerton von rund 60 Sekunden.
  • Hörproben aller Töne stellt das Thüringer Ministerium für Inneres, Kommunales und Landesentwicklung auf seiner Webseite zur Verfügung. Zum Anhören bitte dem Link folgen.

Was tun bei Sirenenalarm?

  • Ruhe bewahren und in ein Gebäude gehen.
  • Fenster und Türen schließen, Lüftung oder Klimaanlage ausschalten.
  • Radio einschalten oder Warn-Apps prüfen und auf amtliche Hinweise achten.
  • Kinder, ältere oder hilfsbedürftige Menschen mit in Sicherheit bringen.
  • Nicht aus Neugier zum Ereignisort fahren.
  • Notruf nur im echten Notfall wählen: Polizei 110, Feuerwehr und Rettungsdienst 112.